Urkunde über die Verleihung Stadtrechte an Lich




Übersetzung der kaiserlichen Urkunde im Fürstlich Solmsischen Archiv zu Lich, betreffend

Erhebung des Dorfes Lich zu einer Stadt



am 10. März 1300.





    A l b r e c h t , von Gottes Gnaden römischer Kaiser, allzeit Mehrer des Reichs, entbietet seinem getreuen Diener Philipp von Falkenstein seine Gnade und alles Gute. Deinem Ansuchen geneigt und in der Absicht, aus königlicher willfähriger Gesinnung Dir eine besondere Gunst zu erweisen, erteilen Wir Dir durch Gegenwärtiges die Ermächtigung, gestützt auf Unsere wohlwollende Zustimmung Dein Dorf Lich zu einer Stadt zu erheben, und verleihen ihr in Gnaden und ihren Einwohnern, gegenwärtigen und zukünftigen, als Beweis Unserer Allerhöchsten Gewogenheit das Recht einer Bürgergemeinde und schenken ihr alle Freiheiten in dem vollen Umfang, wie sie andere Städte des Reiches und ihre Einwohner besitzen, wobei Uns und Unseren Nachfolgern vor allem die Gewalt vorbehalten bleibt, solches Recht und solcheFreiheiten wieder aufzu- heben, wenn das Bestreben, gegen wen es auch sei, darauf gerichtet sein sollte, Unsere erwähnte Vergünstigung vielleicht zum Nachteile anderer Stadte des Reiches zu wenden.
    Zur Beglaubigung dessen erteilen Wir diese Urkunde, verbrieft mit unserem kaiserlichen Siegel. Gegeben zu Heilbronn im Jahre Eintausenddreihundert, am sechsten Tage vor dem Idus des Monats März, im zweiten Jahr unserer Regierung.






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     Jürgen Gunkel